Auf dem Weg zum Klimaschutz

Die Global Alliance for Buildings and Construction entwickelt globale Roadmap zur Senkung des Energieverbrauchs in Gebäuden

Über 50 internationale Experten und Regierungsvertreter kamen am Rande der internationalen Energiewende-konferenz der Bundesregierung, dem Berlin Energy Transition Dialogue (BETD), zusammen, um Strategien und Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs in Gebäuden zu diskutieren. Ein Drittel des weltweiten Energieverbrauchs wird für Gebäude und für den Bau von Gebäuden verwendet. Das ist fast ein Viertel der weltweiten Treibhausgase, bis 2050 wären es sogar 50 Prozent, wenn so weitergemacht wird wie bisher.

Aus diesem Grund wurde im Rahmen der COP 21 Klimaverhandlungen in Paris die Global Alliance for Buildings and Construction (GABC) gestartet, die einen Beitrag des Bausektors zum 2-Grad-Ziel der internationalen Klimaschutzpolitik leisten will. Ziel dieser Allianz ist es, öffentliche und private Stakeholder zu mobilisieren und einen Übergang zu einem kohlenstoffarmen Bausektor zu ermöglichen, beispielsweise durch das Entwickeln von Maßnahmen für den Bausektor ("Global Roadmap") auf internationaler Ebene. Die Vision der Allianz ist es, Staaten zu motivieren, nationale Energieeffizienzstrategien im Gebäudebereich zu implementieren und bereits bestehende internationale Initiativen zu bündeln.

Zum BETD trafen jetzt die Teilnehmer der GABC zusammen, um die nächsten Schritte zu planen, die Ziele der Roadmap gemeinsam festzulegen und eine Bilanz der GABC-Errungenschaften zu machen: Wie kann die GABC einen Beitrag leisten, um speziell Schwellen- und Entwicklungsländer bei der Erschließung der Effizienzpotenziale im Gebäudebereich zu unterstützen? Welche für das jeweilige Land passenden politischen Rahmenbedingungen und technischen Maßnahmen sind zielführend? Welche Schlüsselbotschaften und Strategien sind notwendig, um die Roadmap auch in der öffentlichen Wahrnehmung nach vorne zu bringen?

Konkret wurde es bei der Diskussion über mögliche öffentliche Finanzierungsmodelle für energieeffiziente Gebäude, die besonders wichtig sind, um Maßnahmen für den Gebäudesektor voranzutreiben. Best Practices Beispiele von erfolgreichen Finanzierungsstrategien zeigten, wie der Bausektor in den verschiedenen Mitgliedsländern verändert werden muss, um die Effizienzpotenziale zu erschließen.

Die GABC wurde 2015 von Frankreich und dem UN Environment,  dass das GABC Sekretariat  stellt, initiiert. Mitglieder sind, neben Deutschland, u.a. 23 Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer*, internationale Organisationen (unter anderem UN Umwelt P, UN HABITAT, Internationale Energie Agentur), Ortsbehörden (z.B. City of Warsaw, Mexico City, Ontario Province, Tokyo Metropolitan government), NGOs aus dem Gebäude- und Energie-bereich sowie Unternehmen, Forschungsinstitute und Förderbanken.

Die dena unterstützt derzeit das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei den GABC-Aktivitäten. Zudem sind Ecofys und adelphi als Projektpartner mit eingebunden.

 

*Argentinien, Armenien, Brasilien,  Deutschland, Finnland, Frankreich, Indonesien, Japan, Kamerun, Kanada, Marokko, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Schweden, Senegal, Singapur, Thailand, Tunesien, Ukraine, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam

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