Erneuerbare Energien

Leuchtturmprojekte gehen weltweit ans Netz

Gleich drei Leuchtturmprojekte des Renewable-Energy-Solutions-Programms (RES-Programm) weihte die dena in der ersten Jahreshälfte ein. Sie setzen Zeichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung in Ruanda, Südafrika und Japan.

Leuchtturmprojekte gehen weltweit ans Netz
Solardach der Sorwathe Tea Factory in Kinihira

Einer der größten Teeproduzenten Ruandas ist seit Anfang des Jahres Vorreiter in Sachen saubere Energie. Ende März weihte die dena auf dem Dach der Sorwathe Tea Factory in Kinihira eine modular erweiterbare, netzgekoppelte und mit Dieselantrieb kombinierte Photovoltaikanlage ein. Damit spart die Fabrik nun jährlich bis zu 22.000 Kilogramm an CO2-Emissionen ein und senkt massiv ihre Stromkosten. Realisiert wurde die Anlage von den deutschen Unternehmen OneShore Energy GmbH und BayWa r. e. renewable energy GmbH. Während BayWa r. e. die Photovoltaikkomponenten lieferte, ermöglicht die Softwarelösung von OneShore Energy die verbrauchsoptimierte Planung und den effizienten Betrieb. Ziel des RES-Programms ist es, deutsche Unternehmen aus der Erneuerbaren-Energien-Branche dabei zu unterstützen, Referenzprojekte zu entwickeln und neue Zielmärkte im Ausland zu erschließen.

Netzgekoppelte Photovoltaikaufdachanlage in Yokohama

Im Mai folgten weitere Einweihungsfeiern: Im japanischen Yokohama eröffnete die dena eine netzgekoppelte Photovoltaikaufdachanlage mit einer Leistung von 16,2 Kilowatt Peak. Das deutsche Unternehmen ADLER Solar Services und der japanische Solaranlagenbauer Yokohama Kankyo Design entwickelten das mit vier unterschiedlichen Modultypen, einer Wetterstation und einem Monitoring-System ausgestattete Anlage. Es soll künftig als Schulungszentrum dienen.

Aufdachanlage an der Dominican Grimley School in Hout Bay

Neues Finanzierungsmodell für Photovoltaik in Südafrika

Gleich zwei Photovoltaiksysteme gingen im Rahmen des dena-RES-Programms zudem in Südafrika in Betrieb. Die beiden Aufdachanlagen befinden sich im Großraum Kapstadt an der Dominican Grimley School in Hout Bay und am Atlantic Gold Guesthouse in Camps Bay. Mit einer Leistung von insgesamt 34 Kilowatt Peak produzieren sie künftig pro Jahr etwa 57.000 Kilowattstunden Solarstrom.

Das Besondere an dem Leuchtturmprojekt in Südafrika ist das damit einhergehende neue Finanzierungsmodell. Dieses soll den Ausbau von Photovoltaik im Land erleichtern. Das Unternehmen maxx-solar verkauft die Anlage an eine Finanzierungsfirma. Die Endkunden, im Pilotprojekt die Dominican Grimley School und das Atlantic Gold Guesthouse, zahlen eine vorher definierte Miete und kaufen damit den erzeugten Strom. Nach fünf bis 15 Jahren können sie die Anlagen schließlich erwerben. Dieses neue Modell begrüßte auch Matthew Kempthorne, Chairperson des Energy and Climate Change Comittee von Kapstadt, bei der Eröffnungsfeier. Er sagte: „Das Projekt zeigt uns heute den Weg in die Zukunft. Denn mit Partnerschaften zwischen Regierung und Privatwirtschaft können wir den Wandel erreichen, der global notwendig ist.”

Die dena-RES-Projekte werden im Rahmen der Exportinitiative Energie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Zur Projektwebseite des Renewable-Energy-Solutions-Programms (RES-Programm)