Erfolgreich im französischen Biomethanmarkt: dena hilft bei Konsortialbildung

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) unterstützt Unternehmen dabei, Konsortien für Projekte in Frankreich zu bilden. Die Kooperationen erleichtern die Akquise auf dem aufstrebenden französischen Biomethanmarkt.

In Frankreich ist der Biogasmarkt in Bewegung: Die französische Regierung fördert den Bau neuer Biogasanlagen und die Aufbereitung und Einspeisung von Biogas in das Gasnetz. Dadurch ergeben sich für die Biogas- und Bio-methanbranche neue Geschäftspotenziale. Die Kunden in Frankreich erwarten allerdings zunehmend Kom-plettangebote und schlüsselfertige Lösungen, die vor allem kleinere Unternehmen allein nicht anbieten können. Außerdem ist die individuelle Erschließung neuer Märkte mit Risiken und Kosten verbunden.

Vor diesem Hintergrund hat die dena im Rahmen eines Pilotprojektes des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein maßgeschneidertes Programm angeboten. Es informierte über Aspekte der Konsortialbildung  und unterstützte Unternehmen dabei, Konsortien für den Biomethanmarkt in Frankreich zu bilden.

Besuch einer Biogasanlage in Étampes südlich von Paris Foto: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Aufeinander aufbauende Workshops zu Markt und Akquise

Ein erster Workshop informierte die etwa 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen der Biogasbranche  über verschiedene Aspekte der Konsortialbildung und den französischen Biomethanmarkt. Mithilfe interaktiver Module wurde anhand von Projektbeispielen wie einer Abfallvergärungsanlage oder einer landwirtschaftlichen Biogasanlage durchgespielt, wie ein Konsortium gebildet wird. Ein zweiter Workshop konzentrierte sich auf die rechtlichen Rahmenbedingungen  der Konsortialbildung und die wichtigen  Aspekte bei der Akquise.

Chancen und Hindernisse bei der Konsortialbildung

Die Teilnehmer  informierten sich so über die Chancen bei der Konsortialbildung für Biomethan-Projekte. Sie diskutierten aber auch über Schwierigkeiten, wie etwa die Notwendigkeit, Angebote flexibel zu gestalten. Erfah-rungen aus bereits umgesetzten Projekten ermöglichten Rückschlüsse auf wesentliche Punkte, die bei der Bildung eines Konsortiums beachtet werden sollten. Beiträge ausländischer Referenten ergänzten das Programm.

Der dena-Workshop informierte über verschiedene Aspekte der Konsortialbildung und den französischen Biomethanmarkt. Foto: Deutsche Energie-Agentur (dena)

Fachkonferenz in Paris und Besuch von best-practise-Projekten

Zum Abschluss reiste die Gruppe nach Frankreich, um sich mit dem Zielmarkt vertraut zu machen. Bei einer Bio-methan-Fachkonferenz in Zusammenarbeit mit der deutsch-französischen Industrie- und Handelskammer AHK Frankreich präsentierten die Teilnehmer in Paris französischen Besuchern ihre Kompetenzen und nutzten die Gelegenheit, um Kontakte zu knüpfen.