Energieeffizientes Wohnen in Usbekistan

Mehrere osteuropäische und zentralasiatische Länder tauschen sich über die länderübergreifende Dialogplattform zu Themen der Energiewende aus. Auch Usbekistan will sich nun beteiligen. Ein wichtiges Thema für Usbekistan ist die Sanierung von Mehrfamilienhäusern.

Sonnenuntergang in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Im Vordergrund der Fernsehturm. Foto: shutterstock/Lukas Bischoff

Energieeffizienz, erneuerbare Energien und die damit verbundenen Technologien gewinnen in Osteuropa und Zentralasien zunehmend an Bedeutung. Die jeweilige Motivation ist unterschiedlich: Einige Länder sind sehr reich an Ressourcen und hatten daher in der Vergangenheit wenig Anlass, Energie einzusparen. Das hat sich unter anderem durch die Verpflichtungen aus dem Klimaschutzabkommen geändert. Andere Länder müssen dagegen sehr viel Energie importieren und wollen durch mehr Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien unabhängiger werden. Für alle Volkswirtschaften jedoch gilt: ohne Innovationskraft sind sie langfristig nicht stabil.

Internationaler Austausch zu urbaner Infrastruktur

Eine besondere Herausforderung für osteuropäische und zentralasiatische Länder ist die Modernisierung der Städte und ihrer Energieinfrastrukturen. Die von der dena moderierte Länderübergreifende Dialogplattform Urbane Energieinfrastruktur unterstützt den internationalen Austausch dieser Länder.  Deutsche Experten und Unternehmen können sich einbringen und ihre Lösungen für eine nachhaltige Energieinfrastruktur anbieten. Das Interesse an deutscher Expertise und Technologie ist sehr groß.

Wohngebäude in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Foto: shutterstock/AlexelA

Dialog mit Usbekistan

Besonders stark beteiligen sich bislang die Länder Belarus, Kasachstan, Russland und die Ukraine. Nun will auch Usbekistan der Kooperation beitreten. Am 19. September organisierte die dena daher gemeinsam mit dem Ministerium für Wohnungs- und Kommunalwirtschaft der Republik Usbekistan mehrere Gespräche in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Beteiligt waren das usbekische Ministerium für Innovationsentwicklung, das Bauministerium und Vertreter des Parlaments. Auch usbekische und deutsche Unternehmen brachten sich an diesem Tag in die Dialoge ein.

Die Länderübergreifende Dialogplattform Urbane Energieinfrastruktur

Mit der Länderübergreifenden Dialogplattform Urbane Energieinfrastruktur in Osteuropa und Zentralasien fördert die dena die Zusammenarbeit zwischen politischen und wirtschaftlichen Akteuren in Kasachstan, Usbekistan, Belarus, Russland und der Ukraine. Deutsche Unternehmen werden von der dena bei der Markterschließung in diesen Ländern unterstützt.

Energetische Sanierung von Mehrfamilienhäusern

In den Gesprächen wurde deutlich, dass der Fokus in Usbekistan voraussichtlich auf der energetischen Sanierung von Mehrfamilienhäusern liegen wird. Die Modernisierung der Gebäude ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen, energiesparenden Stadtinfrastruktur.
Sowohl fachliches Know-how als auch Technologie und Produkte werden in Usbekistan gebraucht. Die Möglichkeiten für deutsch-usbekische Projekte sind dementsprechend vielfältig. Eine Chance für deutsche Bauunternehmen und Energiedienstleister.

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