Der erste Kongress-Tag im Rückblick

Wir blicken zufrieden auf den ersten Kongress-Tag zurück und freuen uns auf den zweiten.

+++ Ein Tag in Bildern +++

+++ Podiumsdiskussion „Das Klima ist zu retten!“ +++

Um dem weltweiten Klimaabkommen von Paris gerecht zu werden, bedarf es einer drastischen Reduktion von Emissionen in unterschiedlichsten Sektoren. Das Klima ist zu retten, aber welche gemeinsamen Wege müssen hierzu gegangen werden? Welche Herausforderungen und Lösungen der aktuellen Umwelt- und Klimaprobleme stehen uns nur zwei Monate nach der Bundestagswahl und nur wenige Tage nach dem UN-Weltklimagipfel (COP23) in Bonn zur Verfügung?

Prof. Dr. Laurence Tubiana, CEO, European Climate Foundation: A year ago in Paris everyone wanted to succeed. Climate impact was felt by all countries. We had a common feeling, that solutions are there. Therefore, Paris was a historical moment. Countries, citites, regions, companies don't want to backtrack anymore. Donald Trump's statement did not change anything for the Paris Agreement.

Basically, it's a story of learning from past mistakes. Copenhagen was a big shock. Paris is about realism. Being realistic about the risks. We changed the narrative. Now, it's about opportunities!

Dr. Thomas Sedran, Senior Vice President Group Strategy Volkswagen: Uns allen ist bewusst, dass Klimawandel stattfindet. Und, dass Mobilität ein wichtiger Faktor ist. Unternehmen sollen nicht nur Profitmaximierung betreiben. Wir wollen auch nachhaltig sein. Wir werden in den nächsten fünf Jahren 34 Mrd. Euro in umweltfreundliche Fahrzeuge investieren. Das ist unser Beitrag.

Sylvain Filippi, DS Virgin Racing, Chief Technology Officer: Why are we part of Formula E? There are many answers. Electric mobility is for sure the solution for mobility, especially in cities. Health issue: It's a necessitiy to remove emissions from cities, where people live. Of course, we also want to win. But we can improve the technology. And motorsport is a good way to communicate.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Mit der COP23 bin ich sehr zufrieden. Zum einen: Wir haben früh gesagt, was man erwarten kann. Wir können nicht jedes Jahr Paris kopieren. In Bonn haben wir gesät, nicht geerntet. Im Kern geht es darum: Die Staaten legen selbst fest, was sie beisteuern wollen. Daher muss gesichert sein, dass die Staaten einander vertrauen können. Das haben wir vorbereitet, das ist uns gut gelungen. Nächstes Jahr kann dann eine Entscheidung getroffen werden.

Es gab einen großen Zusammenhalt unter den vielen Akteuren, ausgelöst gerade durch den, der aus dem Paris Agreement raus will.

Chad Frischmann, DRAWDOWN, Vice President & Research Director: We are solutions oriented. We are trying to reframe the discourse on global warming from one based on fear to one of empowerment and based on grounded research. And we have to change the discourse. Create language and goals that make sense to everybody. With fear we won't make any change.

+++ Abendveranstaltung: Pitches zu Innovationen, die die Welt verändern +++

Es pitchen die deutschen Finalisten und Gewinner des Start Up Energy Transition Awards und läuten die Bewerbungsphase für den Award 2018 ein.

Florian Reiners, Co-Founder und CEO von Blue Inductive GmbH: In zehn Jahren ist induktives Laden der Industriestandard. Tage des kabelgebundenen Ladens in Industrie und Logistik sind gezählt.

Dr. Markus Forstmeier, VP Business Development bei Electrochaea GmbH: Wir wollen zeigen, dass Power to Gas nicht mehr nur ein Zukunftsthema ist, sondern außerhalb Deutschlands schon im Markt angekommen ist, zum Beispiel in Dänemark.

Philipp Hollberg, Geschäftsführer, CAALA GmbH: Wir wollen Energiewende durch Digitalisierung in die Baubranche bringen.

Dr. Cornelius von der Heydt, Leiter Vertrieb bei Hydrogenious Technologies GmbH: Wir wünschen uns mehr Risikobereitschaft bei den großen Gaskonzernen in Deutschland – sonst wandert die Technologie eventuell wieder ab.

Dr. Torsten Fiegler, Business Development Manager der Sicoya GmbH: Unsere Chips sorgen für schnelle Übertragung von Daten. Kupferkabel sind einfach zu langsam. Wir sind zehnmal so schnell wie die aktuellen Lösungen.

Start Up Energy Transition Award 2018

Wir laden Start-ups aus aller Welt ein, sich bis zum 31. Januar 2018 für den zweiten „Start Up Energy Transition Award“ zu bewerben!

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+++ Module A, B und C +++

Am Nachmittag stehen den Teilnehmern drei Module zur Auswahl:

  • Modul A: Welchen ökonomischen Rahmen braucht die Energiewende?
  • Modul B: Efficiency first?! Wie zünden wir die nächste Stufe?
  • Modul C: Energiewende reloaded: Der Mensch im Mittelpunkt

Parallel dazu können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch zum Speed Networking treffen: In vierminütigen Gesprächen stellen sich zwei Kongressteilnehmende einanderer gegenseitig vor, finden Anknüpfungspunkte und tauschen Visitenkarten. Danach wechseln sie zum nächsten Gesprächspartner.

Modul A: Welchen ökonomischen Rahmen braucht die Energiewende?

Welche Abgaben, Umlagen und ökonomischen Rahmenbedingungen wie Steuern haben wir aktuell? Sind wir gut aufgestellt oder brauchen wir Veränderungen? Wie können wir ökonomische Sicherheit für Unternehmen und Verbraucherinnen und Verbraucher und gleichzeitig Freiraum für Innovationen sicherstellen? Kann eine stärkere Fokussierung auf CO2 dabei eine Lösung sein oder muss sie das sogar. Welche Möglichkeiten ergeben sich in der neuen Legislaturperiode für eine Neuordnung?

Fragen, die wir mit Prof. Ottmar Edenhofer, PIK; Holger Lösch, BDI; Thorsten Herdan, BMWi; Dr. Patrick Graichen, Agora Energiewende; Prof. Dr. Michael Thöne, FiFo Uni Köln, in Modul A diskutieren.

Thorsten Herdan: Preise müssen die Wahrheit widerspiegeln: Welcher Strompreis entspricht den Kosten, die er verursacht hat? Stromsteuer, besonder Ausgleichsregelungen gehören nicht in den Strompreis.

Prof. Dr. Michael Thöne: Nationale Ziele sind wichig für die Bereiche, für die wir selbst vernatwortlich sind, also Verkehr, Gebäude etc.

Dr. Patrick Graichen: Für Emissionen außerhalb des europäischen Emissionshandelssystems gibt es schon ein Set an Steuern. Die können wir erhöhen, je nach CO2-Effizienz. Die Franzosen machen es genau so. Schwieriger ist der Emissionshandel, denn hier muss der europäischer Rahmen bedacht werden. Emmanuel Macron hat dafür eine Initiative gestartet. Ein nationaler Alleingang ist keine Option.

Holger Lösch: Der BDI respektiert die politischen Klimaschutzziele. Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Dabei sehen wir große Chancen, aber auch große Risiken.

Prof. Ottmar Edenhofer: 15.000 Gigatonnen CO2 befinden sich noch im Boden. Steigende Preise für Öl, Kohle und Gas sind nicht zu erwarten. Diese Preise werden uns nicht auf Pfad der Tugend bringen. Das heißt: Ohne CO2-Bepreisung gibt es keine effektive Klimapolitik.

Modul B: Efficiency first?! Wie zünden wir die nächste Stufe?

Das Modul „Efficiency First?!“  beleuchtet die Energieeffizienz als „zweite Säule der Energiewende“ unter dem Leitbild einer integrierten Energiewende. Durch diesen Systemansatz lassen sich weitere Effizienzpotenziale erschließen. Auch die Digitalisierung kann dazu beitragen, Effizienzmaßnahmen wirtschaftlich zu machen.

Modul C: Energiewende reloaded: Der Mensch im Mittelpunkt

Häuser werden Speicher für Strom und können für Wärmeanwendungen oder E-Autos genutzt werden. Mieter können sich durch Mietstrom-Modelle an der Energiewende beteiligen. Das Erreichen der energie- und klimapolitischen Ziele bis 2050 hängt maßgeblich von der aktiven Einbindung der Bürgerinnen und Bürger ab. Sie sollten sich nicht nur als Empfänger politischer Entscheidungen fühlen, sondern als aktive Teilhaber an der Umsetzung der Energiewende.

Doch, wie können wir die Bevölkerungsgruppen ansprechen, die bisher davon ausgenommen sind, sei es aus mangelndem Interesse oder fehlenden finanziellen/infrastrukturellen Mitteln?

Speed Networking

+++ Was zählt ist das Ergebnis: Die Industrie als Umsetzer der Energiewende +++

Gewinner des Energy Efficiency Awards stehen fest!

And the Winner is...

... Krones – für sein Werk Steinecker und das Konzept einer energetisch autarken Brauerei, die sich dank der Verwertung ihrer Reststoffe selbst mit thermischer und elektrischer Energie versorgen kann.

So hat unser Publikum abgestimmt:

  • Krones: 36,8 Prozent
  • Stadtwerke Münster: 35,7 Prozent
  • I[n]solation: 27,6 Prozent

Zusätzlich zu den drei Kategorien des Energy Efficiency Awards gibt es in diesem Jahr erstmals einen Publikumspreis. Um diesen haben sich der Maschinenbauer Krones, das Greentech-Unternehmen I[n]solation UG und die Stadtwerke Münster in Kooperation mit dem Tiefbauamt Münster in Live-Pitches auf der Kongress-Bühne beworben.

Kategorie: Energiewende 2.0

Florian Kempf, Leiter Energiemanagement bei ALDI SÜD zum Award: Die Auszeichnung ist eine große Ehre für uns. ALDI SÜD ist sich bewusst, dass wir täglich Treibhausgas-Emissionen verursachen. Unser Ziel ist es, diese Emissionen so niedrig wie möglich zu halten. Das erreichen wir unter anderem durch:

  1. Energieeffizienz und die Vermeidung von Verbräuchen (z.B. LED-Technik, CO2-Technik bei Kälteanlagen)
  2. Erneuerbare Energien: Photovoltaik-Anlagen auf unseren Filialen: 80 Prozent nutzen wir selbst, 20 Prozent speisen wir ein
  3. E-Mobilität.

+++ +++

Kategorie: Energieeffizienz 4.0 

Der Energy Efficiency Award in der zweiten Kategorie geht an AIXTRON, unterstützt von SPIE Energy Solutions: Für die Einsparung von 75 Prozent Energie in einem neuen Werk. Herzlichen Glückwunsch!

Kategorie: Kategorie Energiemanagement und -dienstleistungen

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen, unterstützt von WILO SE, ist Preisträger in der Kategorie Energiemanagement und -dienstleistungen

Thorsten Herdan appelliert unter großem Applaus an die kommende Bundesregierung: Bei den Klimaschutzverhandlungen gab es ein wichtiges Stichwort: ”Innefficient fossil fuel subsidies“ Aber wie sollten effiziente ”fossil fuel subsidies“ aussehen? Nein, wir brauchen einen CO2-Preis. Das muss der neuen Bundesregierung klar sein.

Ole Møller-Jensen: Deutschland ist nicht nur amtierender Fußballweltmeitser. Deutschland ist auch amtierender Effizienzweltmeister. Und das ist ein Verdienst der Industrie.

Dr. Carsten Rolle: Die deutsche Industrie als Energieeffizienzweltmeister – dieses Stichwort nehme ich gerne auf. Lösungen sind auf dem Tisch. Viele Maßnahmen rechnen sich aber noch nicht betriebswirtschaftlich. Diese Potenziale sollte die neue Regierung adressieren.

Werner Genter: Wirtschaftlichkeit, Innovation und Energieeffizienz schließen sich nicht aus.

+++ +++

Wie sieht Energiewende in der Praxis aus? Die Lebensdauer großer industrieller Anlagen liegt bei mehreren Jahrzehnten, Innovationszyklen dauern teilweise bis zu 30 Jahre. Unsere Experten aus Wirtschaft und Industrie diskutieren über Energieeffizienz als Innovationstreiber und Erfolgsgeschichten aus ihrem Sektor:

  • Thorsten Herdan, BMWi
  • Dr. Carsten Rolle, BDI
  • Werner Genter, KfW
  • Ole Møller-Jensen, Danfoss GmbH

Energy Efficiency Award

Zum elften Mal verleihen wir den Energy Efficiency Award. Dieses Jahr gab es so viele Bewerbungen wie noch nie. Energieeffizienz hat einen anderen Stellenwert bekommen, so Andreas Kuhlmann bei der Eröffnung des Panels.

Bleiben Sie dran und erfahren Sie in wenigen Minuten, welche Finalisten das Rennen machen. 

+++ The Power of Innovation: Integrierte Energiewende in der Praxis +++

Koller: Digitaliseriung ermöglicht es, alte Produkte mit neuem Leben zu erfüllen, zum Beispiel bei Heizkörpern, die heute per App steuerbar sind.

Kehler: „Wir können über grüne Gase den Verbrennungsmotor CO2-neutral machen.“

Mailwadt: „Politik muss Klimaschutz als etwas Positives vermitteln. Nur über Verbote und Regulierungen motivieren wir niemanden. Ein Stück unserer Begeisterung hoffen wir auf die Politik übertragen zu können.“

13:00 Uhr: Hier die Ergebnisse unserer Publikumsumfrage

In welchem Sektor sind Innovationen für das Gelingen der Energiewende 2.0 am wichtigsten?

  • Gebäude 41,2
  • Industrie: 18,6
  • Strom 12,7
  • Verkehr 27,5.

Welche Querschnitts-Technologie ist besonders vielversprechend für die Energiewende 2.0?

Laut Publikumsvoting sind Speicher und Power-to-X die erfolgversprechendsten Querschnittstechnologien.

Stimmen Sie ab!

12:45 Uhr: Publikumsbefragung zur Energiewende 2.0

Parallel zur Paneldiskusssion befragen wir das Publikum auf dem dena-Kongress darüber, welche Sektoren und Technologien mit ihrer Innovationskraft am meisten zur nächsten Stufe der Energiewende beitragen werden.

Hierzu haben Sie auch eine Meinung? Stimmen Sie gemeinsam mit unserem Publikum ab:

+++ +++

Kathrin Goldammer, Reiner Lemoine Institut: Bei der Elektromobilität ist der Aufbau von Infrastruktur eine große Aufgabe. Denn die Rahmenbedingungen sind in jeder Stadt unterschiedlich.

Cosima Bockelmann, innogy SE: „Unser Innovation-Hub konzentriert sich auf das, was morgen und übermorgen kommt.“

Dr. Timm Kehler, ERDGAS e.V.: „Wir müssen eine Kultur der Innovation schaffen.“

Gunther Müller, Vattenfall: Disruption ist für uns ein Antreiber, um auf neue Idenn zu kommen.

Anton Koller, Danfoss: Fernwärme ist eine Technologie, die intergriert. Das passt zur integrierten Energiewende. Wenn wir Abwärme richtig nutzen würden, brächten wir keine zusätzliche Energie fürs Heizen.

Gunther Müller, Vattenfall: Wir stehen vor der Aufgabe, bis 2030 aus der Steinkohle auszusteigen. Das schafft man nicht nur mit Leuchtturmprojekten. Wichtige Bausteine sind Power-to-heat, Abwärmenutzung etc.

+++  +++

Die politischen Zielvorgaben für den Umbau des Energiesystems bis 2050 sind gesetzt. Innovation ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Gelingen der Energiewende 2.0. Doch, Innovationen können nicht präzise „geplant“ werden. Daher ist es wichtig, dass die Politik durch geeignete Maßnahmen Anreize in den Bereichen setzt, in denen wir aus heutiger Sicht nicht genug Innovation bis 2050 erwarten, um die Klimaziele zu erreichen.

Über Innovationen für die Energiewende diskutieren:

  • Cosima Bockelmann, innogy SE
  • Kathrin Goldammer, Reiner Lemoine Institut
  • Dr. Timm Kehler, Vorstand Zukunft ERDGAS e.V.
  • Anton Koller, Danfoss
  • Jan-Christoph Maiwaldt, noventic group
  • Gunther Müller, Vattenfall

+++ Plenum – Integrierte Energiewende: Was jetzt gemacht wird +++

Aktuelle Umfrageergebnisse zu den gescheiterten Sondierungsgesprächen regen die Diskussion an: 

  • 51,6 Prozent: Jamaika muss sich zusammenraufen
  • 23,1 Prozent: die SPD muss in die Pflicht genommen werden
  • 25,3 Prozent: Neuwahlen sollten durchgeführt werden.

Bernd Westphal, SPD, erntet mit seinem Statement „In der jetzigen Situation müssen wir, muss die SPD, den Dialog aufnehmen. Neuwahlen wären unverantwortlich. Wir brauchen stabile Rahmenbedingungen und belastbare politische Entscheidungen,“ großen Applaus der dena-Kongress-Teilnehmer.

Oliver Krischer, Bündnis 90/Die Grünen zum Stand der Energiethematik vor dem Scheitern der Sondierungsgespräche: Dieses Ende hat völlig überrascht. Wir waren zum ersten Mal an einem Punkt, wo Dynamik reinkam. Zunächst gab es kein gemeinsames Grundverständnis in der Energie- und Klimapolitik. Das war eine der große Schwierigkeiten. Dann ist aber eine gemeinsame Basis entstanden. Eine Einigung wäre richtig und wichtig gewesen.

Henner Schmidt, FDP: „Die Klimaziele waren am Ende nicht das Problem.“

Energiewende und Klimaschutz waren wichtige Streitfragen in den Sondierungsgesprächen der letzten Wochen. Im politischen Panel diskutieren die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen, welche Konsequenzen die Politik aus den ersten Ergebnissen der Leitstudie auf dem Weg zu einem integrierten Energiesystem ziehen sollte.

Andreas Kuhlmann begrüßt die Teilnehmer zum „weltweit ersten parteiübergreifenden Panel nach den Sondierungsgesprächen.“

Es diskutieren:

  • Dr. Joachim Pfeiffer CDU/CSU
  • Oliver Krischer, Bündnis 90/Die Grünen
  • Bernd Westphal MdB, SPD
  • Henner Schmidt, FDP
  • Ralph Lenkert, Die Linke.

+++ Plenum – Integrierte Energiewende: Was jetzt zu tun ist +++

Michael Lowak, CEO, GETEC WÄRME & EFFIZIENZ GmbH: Wir sehen ein Zusammenwachsen verschiedener Sektoren. Auch die Energie- und Immobilienbranche muss mehr zusammenwachsen.

Gunnar Herrmann, Vorstandsvorsitzender, Ford-Werke GmbH: Ford will einen neuen Geschäftsbereich etablieren und sich in einen Mobilitätsanbieiter tranformieren. Ab 2020 wird E-Mobility eine tragende Rolle spielen, so Hermann.

Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender, Vattenfall Europe zu den gescheiterten Sondierungsgesprächen: Energiewende ist unsere Realität. Wir sind mental richtig eingestellt, egal welche Koalition wir haben werden. Wichtig ist, dass es vernünftig umgesetzt wird.

Die dena-Leitstudie initiiert einen sektorübergreifenden Dialog mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Diesen wollen wir auf den dena-Kongress fortführen. Im Plenum diskutieren Tuomo Hatakka, Vorstandsvorsitzender Vattenfall Europe, Gunnar Herrmann, Vorstandsvorsitzender Ford-Werke GmbH, Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender Vonovia SE und Michael Lowak, CEO GETEC WÄRME & EFFIZIENZ GmbH über die Zwischenergebnisse der Studie.

+++ Begrüßung und Eröffnung +++

10:24 Eröffnungsrede von Andreas Kuhlmann

„Wir glauben, dass es unendlich viele Herausforderungen für die Energiewende gibt. Aber auch die Potenziale sind unendlich!“

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung

10:11 dena-Chef Andreas Kuhlmann eröffnet den dena-Kongress

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, eröffnet den dena-Kongress 2017. In seinem kurzen Impuls betont er, wie wichtig es ist, für die kommende Legislaturperiode die richtigen Weichen einer Integrierten Energiewende zu stellen. Die Energiewende hat eine neue Dimension erreicht: Es geht nicht mehr darum, erneuerbare Energien aus der Nische zu holen. Vielmehr muss ein Energiesystem geschaffen werden, mit dem im Jahr 2050 kaum noch CO2 ausgestoßen wird.

Doch wie sieht der Weg zu einem integrierten Energiesystem aus? Welchen Technologien sind erfolgversprechend? Welche Transformationspfade müssen wir einschlagen, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen? Fragen, mit denen sich die dena-Leitstudie Integrierte Energiewende befasst, um der neuen Regierungskoalition eine Grundlage für politische Entscheidungen anzubieten – und die wir gleich im Plenum diskutieren.

Themenschwerpunkt

Integrierte Energiewende

Die dena-Leitstudie Integrierte Energiewende untersucht den Einfluss der Energiesektoren Strom, Gebäude, Verkehr und Industrie und ihre gegenseitigen... Mehr lesen

Wir freuen uns auf zwei Tage voller Energiewende-Programm!

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, gleich geht es los!