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Länderprofil Sambia. (PDF)

PUBLICATION DATE: 07/2013
FORMAT: DIN A4
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In Sambia sind heute nach wie vor Brennholz und Holzkohle für breite Bevölkerungsschichten die wichtigste Energiequelle. Ca. 80 Prozent des Primärenergieverbrauchs werden durch Biomasse gedeckt. Hauptgrund hierfür ist die geringe Elektrifizierung des Landes. Nur etwa 20 Prozent der Menschen haben Zugang zum Stromnetz. In den ländlichen Gebieten liegt dieser Anteil bei lediglich drei Prozent. Ziel der sambischen Regierung ist es, bis zum Jahr 2030 den Anteil der mit Elektrizität versorgten Haushalte von derzeit 20 auf 60 Prozent zu erhöhen.

 

Bei der Stromerzeugung dominiert in Sambia die Wasserkraft. Rund 96,6 Prozent der erzeugten Elektrizität stammt aus großen Wasserkraftwerken. Die Verbrauchsspitzen lasten die installierten Stromerzeugungskapazitäten allerdings nahezu aus. Stromausfälle sind demzufolge an der Tagesordnung. Der Ausbau der Stromerzeugung und des Stromnetzes steht daher ganz oben auf der energiepolitischen Agenda der sambischen Regierung. Wie in der Vergangenheit kommt dabei der Wasserkraft die tragende Rolle zu. Aber auch die anderen erneuerbaren Energien – Windenergie, Solarenergie, Bioenergie, Geothermie und kleine Wasserkraft – werden mit einbezogen. Zwar sind die in diesen Bereichen geschaffenen Kapazitäten derzeit noch gering, die Regierung misst jedoch allen erneuerbaren Energiequellen Potenzial zu.

 

Über ein Marktpotenzial verfügen die erneuerbaren Energien in Sambia vor allem bei der ländlichen Elektrifizierung. Gefördert werden hierbei insbesondere kleine Wasserkraftprojekte und Photovoltaik-Systeme sowie die dazugehörigen dezentralen Stromnetze ("Mini-Grids").

 

Das Länderprofil Sambia gibt Auskunft über den Stand der Maßnahmen und Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien im Zielmarkt.

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