Kurzinformation

Die dena führte im Herbst 2009 eine Aktualisierung ihrer „Analyse Kraftwerksplanung in Deutschland bis 2020“ durch. Im Ergebnis ergab sich eine für Deutschland weiterhin drohende Effizienzlücke, da die Investitionen in moderne fossil befeuerte Kraftwerke nicht ausreichen, um im Jahr 2020 die Jahreshöchstlast sicher, risikoarm, günstig und nachhaltig decken zu können. Bei sinkender Stromnachfrage beträgt die für das Jahr 2020 errechnete Effizienzlücke rund 10.600 MW, bei konstanter Stromnachfrage rund 14.200 MW.

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Analyse Kraftwerksplanung in Deutschland bis 2020.

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Bau hocheffizienter Kraftwerke ist notwendig.

Im Vergleich zum Frühjahr 2008 haben sich die Aussichten für den Bau neuer fossil befeuerter Kraftwerke weiter verschlechtert. Außerdem zeigt die dena-Studie auf, dass vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung des Ausbaus der Kraft-Wärme-Kopplung ihr Anteil an der Stromerzeugung bis 2020 voraussichtlich nicht auf 25 Prozent erhöht wird. 

Die dena hat untersucht, welche Kraftwerksneubauten bis 2020 in Deutschland geplant sind, wie wahrscheinlich deren Realisierung ist, wie sich die Stromnachfrage und die daraus resultierende Höchstlast entwickeln werden und welche gesicherte Kraftwerksleistung zur Verfügung steht, um diese Höchstlast zu decken. Dabei wurden ein Szenario „sinkender Strombedarf“ und ein Szenario „konstanter Strombedarf“ berücksichtigt. 

Werden keine weiteren hocheffizienten neuen Kraftwerke gebaut, so müssen zukünftig ineffiziente fossile Kraftwerke mit hohem CO2-Ausstoß länger in Betrieb bleiben. Kraftwerksbetreiber müssen mehr Emissionszertifikate kaufen, das Angebot an Strom bleibt knapp und die Strompreise steigen. Der Import von Strom aus dem Ausland bietet keine Alternative, da die Kapazitäten in Europa nicht ausreichen, um die Nachfrage in Deutschland zu decken. 

Um eine Effizienzlücke zu vermeiden, müssen flexible und intelligente Lösungen für ein Energiesystem im Wandel gefunden werden. Dazu zählen:

  • Bereitstellung eines sicheren und kostengünstigen Kraftwerksparks auf der Basis eines effizienten Zusammenspiels zentraler und dezentraler Erzeugungstechnologien,
  • Zubau hocheffizienter fossil befeuerter Kraftwerke, Intensivierung des KWK-Ausbaus und Sicherstellung des Ausbaus der erneuerbaren Energien,
  • Ausbau der Kapazität im Verbundnetz für den Stromtransport vom Norden in die Lastzentren im Süden,
  • Lastmanagement und Speicher: Flexibilisierung des Energiesystems infolge einer zunehmenden zeitlichen Entkopplung von Stromerzeugung und Stromnachfrage,
  • Nutzung neuer Technologien in Verbindung mit Smart Meter/Smart Grids zur nachfrage- und angebotsseitigen Systemoptimierung.

Weitere Informationen zum Thema: 

Fachkonferenz „Entwicklung der Märkte für Flexibilität in der Stromversorgung“.
29.05.2013, Berlin

Retrofit und Flexibilisierung konventioneller Kraftwerke
Vorträge und Ergebnisse des Forums vom 10.10.2012 

Kraftwerksprojekte fallen wie Dominosteine
Artikel im Handelsblatt vom 07.02.2010 

"Fatale Entwicklung"
Interview mit dena-Geschäftsführer Stephan Kohler zum Baustopp für das Steinkohlekraftwerk Datteln in Der Spiegel vom 21.09.2009 

Sichere Energieversorgung auch ohne Atomenergie möglich
Pressemitteilung vom 12.05.09 

Experte: Es geht auch ohne Kernkraft
Interview mit dena-Geschäftsführer Stephan Kohler zum Thema Kernkraft in der Berliner Zeitung vom 12.05.2009 

Greenpeace leidet unter Leseschwäche
Artikel in Energie & Management vom 15.10.2008 (182 KB, PDF) 
(© 2008 by Energie & Management Verlagsgesellschaft mbH /powernews.org. Alle Rechte vorbehalten.) 

Deutschland droht Stromlücke
Interview mit dena-Geschäftsführer Stephan Kohler zum Thema Kraftwerksbau in der Berliner Zeitung vom 14.04.2008