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16.03.2016

Flüssigerdgas: LNG-Taskforce legt Arbeitsschwerpunkte fest

Weitere Unternehmen schließen sich Initiative von dena, DVGW und Zukunft ERDGAS an

Die Taskforce zur Einführung von Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas = LNG) als Kraftstoff im deutschen Markt hat am Mittwoch auf einer Sitzung in Berlin ihre Arbeitsschwerpunkte für 2016 festgelegt. Zentrales Ziel der beteiligten Partner ist es, Handlungsempfehlungen für die Umsetzung der nationalen Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie sowie der EU-Richtlinie zum Aufbau der Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe zu entwickeln. Zu den neuen Partnern der Taskforce gehören Energieunternehmen wie ExxonMobil, Total Deutschland und Uniper.

Die LNG-Taskforce wurde am 30. November 2015 von der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gegründet. Sie ist Teil der bereits bestehenden Initiative Erdgasmobilität, die Fahrzeughersteller, Tankstellenbetreiber sowie Erdgas- und Biogaswirtschaft vereint und durch die dena koordiniert wird.

Auf der Agenda der Taskforce stehen auch die angestrebte Fortsetzung der Steuerermäßigung für Erdgasmobilität sowie die Initiierung und Begleitung von Pilotprojekten. Die Taskforce-Partner planen, Umsetzungsprojekte zu entwickeln und dabei eine erste Tankstelleninfrastruktur für LNG aufzubauen, um die Marktentwicklung von LNG als Kraftstoff im Straßengüterverkehr voranzutreiben. Erste Planungen einzelner Mitgliedsunternehmen stehen bereits fest und wurden mit dem BMVI besprochen.

Seit Gründung der Taskforce sind insgesamt sechs Unternehmen und Organisationen als Partner hinzugekommen: Bohlen & Doyen GmbH, DRÄXLMEIER Group, ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, MEW Mittelständische Energiewirtschaft Deutschland e.V., TOTAL Deutschland GmbH, Uniper LNG Kraftstoff GmbH.

Mehr Informationen finden Sie unter www.erdgasmobilitaet.info

Über die Deutsche Energie-Agentur

Die dena ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme. Sie unterstützt die Umsetzung der Energiewende in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei blickt sie auf das Energiesystem als Ganzes und setzt sich dafür ein, Energie so effizient, sicher, preiswert und klimaschonend wie möglich zu erzeugen und zu verwenden – national sowie international. Sie engagiert sich in den Verbrauchssektoren Gebäude, Strom und Verkehr genauso wie in Fragen der Energieerzeugung, Vernetzung und Speicherung. Sie stößt vorbildliche Projekte an, zeichnet Vorreiter aus, berät Politiker, Hersteller und Dienstleister, qualifiziert Multiplikatoren, informiert Verbraucher, baut Netzwerke auf, bewertet Technologien, analysiert Auslandsmärkte und entwickelt Zukunftsszenarien. Die dena setzt dabei vor allem auf marktwirtschaftliche Instrumente und innovative Energiedienstleistungen, die von Ordnungspolitik und Förderprogrammen sinnvoll flankiert werden.

Über den Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs

Der DVGW – Technisch-wissenschaftlicher Verein – fördert das Gas- und Wasserfach mit den Schwerpunkten Sicherheit, Hygiene und Umweltschutz. Mit seinen über 13.700 Mitgliedern erarbeitet der DVGW die allgemein anerkannten Regeln der Technik für Gas und Wasser. Der Verein initiiert und fördert Forschungsvorhaben und schult zum gesamten Themenspektrum des Gas- und Wasserfaches. Darüber hinaus unterhält er ein Prüf- und Zertifizierungswesen für Produkte, Personen sowie Unternehmen. Die technischen Regeln des DVGW bilden das Fundament für die technische Selbstverwaltung und Eigenverantwortung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Sie sind der Garant für eine sichere Gas- und Wasserversorgung auf international höchstem Standard. Der gemeinnützige Verein wurde 1859 in Frankfurt am Main gegründet. Der DVGW ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral. www.dvgw.de

Über Zukunft ERDGAS e.V.

Zukunft ERDGAS e.V. ist die Initiative der deutschen Erdgaswirtschaft. Im Mobilitätssektor setzt sie sich dafür ein, Erdgas und Bio-Erdgas als Kraftstoff stärker auf dem Markt zu etablieren. Der an über 900 Tankstellen in Deutschland erhältliche preiswerte alternative Kraftstoff kann erheblich dazu beitragen, die Lärmbelastung und die Emissionen im Straßenverkehr – insbesondere von CO2, Stickoxiden und Feinstaub – zu reduzieren. 100.000 Erdgas-Fahrzeuge sind bereits heute auf deutschen Straßen unterwegs. Getragen wird Zukunft ERDGAS von führenden Unternehmen der Erdgaswirtschaft wie Importeuren, Regionalversorgern und Stadtwerken. www.erdgas-mobil.de