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15.12.2015

dena-Praxisbeispiel: Sanierung zum Effizienzhaus rechnet sich nach 20 Jahren

Erst mehr investieren, dafür auf Dauer Energiekosten sparen

Bauherren, die ihr Haus energieeffizient sanieren, wollen sich ein schönes Zuhause zum Wohlfühlen schaffen und sicher sein, dass die Investitionen auch wirtschaftlich sinnvoll sind. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat bei einem bereits vor zehn Jahren energieeffizient sanierten Haus von 1950 nachgerechnet und zeigt, dass sich die Sanierung zum Effizienzhaus gegenüber einer Minimal-Instandsetzung nach 20 Jahren finanziell rechnet. Der Energieverbrauch wurde um 80 Prozent gesenkt, die höhere Lebensqualität war sofort spürbar.

„Wir können anhand unserer zahlreichen Modellvorhaben zeigen, dass die Sanierer von der deutlich höheren Wohnqualität überzeugt sind und sich die Mehrkosten einer energetischen Sanierung komplett über die Energieeinsparung refinanzieren. Voraussetzung ist, dass die energetischen Maßnahmen mit sowieso anstehenden Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten gekoppelt werden“, sagt dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann.

25.000 Euro Heizkosten gespart nach zehn Jahren

Bei dem untersuchten Beispiel in Bedburg, Nordrhein-Westfalen, standen die Bauherren im Jahr 2005 beim Kauf ihres Einfamilienhauses vor der Entscheidung, es für rund 43.000 Euro minimal in Stand zu setzen oder es umfassend zu einem KfW-Effizienzhaus 55 zu sanieren. Sie setzten auf Energieeffizienz und damit auf eine gute Dämmung der Außenwände, des Kellers und des Dachraumes, hochwertige Wärmeschutzfenster, eine moderne Heizungs- und Lüftungsanlage sowie eine Solarthermieanlage. Dafür erhielten die Bauherren damals rund 20.000 Euro Förderung, heute wären es sogar 10.000 Euro mehr. Die gesamten Kosten für die Sanierung zum Spitzenstandard lagen nach Abzug der Förderung bei rund 91.000 Euro - etwa 48.000 Euro mehr, als für die Minimal-Instandsetzung ohnehin nötig gewesen wäre.

Nach zehn Jahren zieht die Familie eine sehr positive Bilanz: Fast 25.000 Euro Heizkosten haben sie bereits eingespart, denn der Energieverbrauch konnte durch die energieeffiziente Sanierung um mehr als 80 Prozent reduziert werden. Zudem freuen sie sich von Anfang an über den spürbaren Gewinn an Wohnkomfort. Nach 20 Jahren werden sich die Kosten für die Energieeffizienz durch die geringeren Energiekosten bezahlt gemacht haben. Das minimal sanierte Haus hätte bis dahin fast 60.000 Euro verheizt – das energetisch sanierte nur rund 10.000 Euro. Weitere zehn Jahre später werden die Bauherren mehr als 30.000 Euro auf der Habenseite verzeichnen – und das Haus wird weiterhin kostengünstig und komfortabel zu bewohnen sein.

Wirtschaftlichkeit: So wird richtig gerechnet

Bei der Frage, ob sich eine energieeffiziente Sanierung wirtschaftlich lohnt, ist eine genaue Betrachtung der Bauteile wichtig, die auch wirklich Energie einsparen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass viele Kosten ohnehin anfallen, damit das Haus in einem guten Zustand gehalten wird – etwa ein Neuanstrich der Fassade alle 30 Jahre. Energetisch relevante Zusatzkosten entstehen nur bei Außenwänden, Fenstern, Dach und Kellerdecke sowie für die Anlagentechnik für Heizung, Wasser und Lüftung. Kosten für das Treppenhaus, die Kücheninsel oder ein neues Bad tragen nicht dazu bei, dass weniger Energie verbraucht wird. Kosten ohne Bedeutung für den Energieverbrauch sind deshalb nicht Teil der vorliegenden Wirtschaftlichkeitsberechnung für die energetischen Sanierungsmaßnahmen.

Weitere Informationen stehen unter www.zukunft-haus.info zur Verfügung.

Pressematerial

  • Kostenvergleich Sanierung zum Effizienzhaus 55 gegenüber Minimal-Instandsetzung

    Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena)

     (697 K, JPG)

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  • Effizienzhaus Bedburg: Steckbrief zum dena-Praxisbeispiel

    Quelle: Deutsche Energie-Agentur (dena)

     (1.0 M, PDF)

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