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17.02.2011

dena bekräftigt: Energiesparende Sanierungen rechnen sich

Kritik der Wohnungswirtschaft haltlos

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) weist die Zweifel der Wohnungswirtschaft an der Wirtschaftlichkeit von energiesparenden Sanierungen in Wohngebäuden zurück. Die dena-Sanierungsstudie hat mit der wissenschaftlichen Auswertung von 350 Praxisbeispielen nachgewiesen, dass hocheffiziente Sanierungen bei Wohngebäuden, die ohnehin saniert werden müssen, in den meisten Fällen keine Erhöhung der Warmmiete nach sich ziehen. Bei diesen Gebäuden kann der Energiebedarf ohne Mehrbelastungen für Mieter oder Vermieter um bis zu 75 Prozent gesenkt werden.

"Energiesparende Sanierungen rechnen sich", betonte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Die von Teilen der Wohnungswirtschaft angestrengte Methodendiskussion über Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Kostenaufteilungen ist völlig unnötig. Wir brauchen jetzt endlich eine intensive und sachliche Debatte über die besten Sanierungs- und Finanzierungsstrategien. Dafür bietet die dena-Sanierungsstudie eine optimale Grundlage." 

Kohler wies darauf hin, dass die Kosten energetischer Sanierungen korrekt zugeordnet werden müssten. So sei eine Aufteilung in Instandsetzungskosten, die ohnehin anfallen, und energieeffizienzbedingte Mehrkosten notwendig. Dazu ein Beispiel aus der Praxis: Die Außenwand eines Mehrfamilienhauses ist sanierungsbedürftig und muss erneuert werden. Die Kosten für die Aufstellung des Gerüsts, Putzentfernung und -erneuerung fallen somit ohnehin an, bringen aber keinen zusätzlichen energetischen Mehrwert. Wird die Gelegenheit genutzt und gleich eine energieeffiziente Wärmedämmung installiert, führt dies bei nur sehr geringen Mehrkosten zu merklichen Energieeinsparungen. 

Kohler: "Wenn schon sanieren, dann richtig. Egal ob Wände, Heizung, Fenster oder Dach: Wo immer eine Instandsetzung notwendig wird, sollten Eigentümer energiesparende Lösungen suchen. Sie steigern damit den Marktwert und den Wohnwert ihrer Immobilie."

Die dena-Sanierungsstudie belegt, dass bei ohnehin anstehenden Sanierungen für Mehrkosten von 80 Euro je Quadratmeter warmmietenneutral ein Effizienzstandard realisiert werden kann, der sogar die Neubau-Anforderungen erreicht. Das heißt: Der Eigentümer kann die Mehrkosten für die energiesparenden Maßnahmen decken, ohne die Mieter zu belasten. Der Anstieg der Kaltmiete wird durch die eingesparten Energiekosten ausgeglichen. Die Warmmiete erhöht sich nicht.

Zuletzt hat der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen in einer Pressemitteilung vom 10. Februar 2011 die Ergebnisse der dena-Sanierungsstudie kritisiert.

Mehr zur dena-Sanierungsstudie unter: www.zukunft-haus.info/sanierungsstudie

  • Anmerkungen der dena zur Sanierungsstudie

     (162 K, PDF)

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