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Studien / Umfragen

Studie: Biomethan im KWK- und Wärmemarkt.

Status quo, Potenziale und Handlungsempfehlungen für eine beschleunigte Marktdurchdringung.

Der Absatz von Biogas im Erdgasnetz (Biomethan) kommt in Deutschland nur schleppend voran. Wegen der geringen Nachfrage drohen neue Biogasanlagen verschoben oder eingestellt zu werden. Ohne Anpassung der Fördermechanismen sind die Ausbauziele der Bundesregierung für diesen vielseitigen und nachhaltigen Energieträger nicht annähernd zu erreichen. Bis Ende 2010 werden insgesamt nur etwa 70 Biomethananlagen in Betrieb sein. Um das Ausbauziel bis 2020 zu erreichen, müssten aber jährlich rund 120 Anlagen dazukommen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die dena in Zusammenarbeit mit Projektpartnern erstellt hat. Untersucht wurden die Biomethan-Absatzmärkte für die Erzeugung von Wärme und Wärme gekoppelt mit Strom (KWK) sowie Möglichkeiten den Biogasmarkt gezielt zu stärken.

Studie: Analyse PSW-Integration EE

Notwendigkeit des Pumpspeicherwerks Atdorf und anderer Stromspeicher zur Integration erneuerbarer Energien.

Die dena-Studie PSW-Integration EE, die von der Schluchseewerk AG als energiewirtschaftliches Gutachten in Verbindung mit dem Neubauvorhaben Pumpspeicherwerk Atdorf im Südschwarzwald beauftragt wurde, untersucht die energiewirtschaftliche Bedeutung des Baus weiterer Pumpspeicherkapazitäten und anderer Stromspeicher als wichtige Bestandteile eines flexiblen Kraftwerksparks zur Integration erneuerbarer Energien. Die Studie analysiert, welchen Beitrag Stromspeicher zur System- und Versorgungssicherheit sowie zur Integration der erneuerbaren Energien in Deutschland bis zum Jahr 2030 leisten können. Der Fokus der Analyse liegt dabei auf Pumpspeicherwerken im Allgemeinen sowie auf dem energiewirtschaftlichen Nutzen des Neubauprojekt Atdorf. Für den Einsatz des Pumpspeicherwerks Atdorf wurden anhand von Strommarkt- und Netzsimulationen volkswirtschaftliche Kosteneinsparpotentiale, der Beitrag zur CO2-Emissionsreduzierung der Stromerzeugung sowie Potenziale zur Netzentlastung ermittelt.

Die Analysen, Strategiebewertungen und Simulationsergebnisse des Gutachtens zeigen, dass das geplante Pumpspeicherwerk Atdorf einen Beitrag leisten kann

  • zu Kostenreduktionen und CO2-Einsparungen der Stromerzeugung sowie einer verbesserten Integration der erneuerbaren Energien in das Stromversorgungssystem,
  • zu einer Netzentlastung und damit eine Verringerung der Übertragungsverluste im deutschen Stromversorgungssystem,
  • zu einer erhöhten Systemstabilität durch die Bereitstellung von Systemdienstleistungen (Regelenergie, Schwarzstartfähigkeit).

Die dena erstellte das Gutachten im Zeitraum Oktober 2009 bis Februar 2010 in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik der Technische Universität München und dem Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

Studie: Sotchi – Energieeffizienzstudie - Olympische Winterspiele 2014.

Die Olympischen Winterspiele von Sotchi 2014 können klimaneutral durchgeführt werden, wenn jetzt mit dem Aufbau der dafür notwendigen Infrastruktur begonnen wird. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) im Auftrag des Bundesumweltministeriums erstellt hat. Das dena-Konzept setzt zum einen auf effiziente Technologien, die den Energiebedarf auf ein Minimum senken. Der verbleibende Bedarf an Strom, Wärme und Kraftstoff vor Ort in Höhe von rund 430 Gigawattstunden – das entspricht etwa dem jährlichen Verbrauch von 27.000 Haushalten in Deutschland – wird weitgehend mit erneuerbaren Energien aus der Region Sotchi gedeckt.

Studie: Erdgas und Biomethan im künftigen Kraftstoffmix

Erdgas und Bio-Erdgas (Biomethan) bleiben als Kraftstoffe in Deutschland bisher weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, obwohl sie bewährt sind und deutlich weniger CO2-Emissionen und Schadstoffe verursachen. Das ist das Ergebnis der dena-Studie „Erdgas und Biomethan im künftigen Kraftstoffmix“. Mit einem abgestimmten Vorgehen von Politik, Tankstellenbranche, Gaswirtschaft, Fahrzeughersteller und Forschung könnte der Marktanteil von derzeit 0,3 Prozent auf mindestens vier Prozent im Jahr 2020 erhöht und die Zahl der Erdgasfahrzeuge entsprechend von 85.000 auf rund 1,4 Millionen gesteigert werden. Auf Grundlage einer gemeinsamen Roadmap könnten Erdgas und Biomethan so schnell einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Studie: Netzgebühr für Pumpspeicherwerke schwächt Stromsystem

Die Erhebung von Netznutzungsentgelten für Pumpspeicherwerke gefährdet langfristig den geplanten Ausbau der erneuerbaren Energien und deren Integration in  das deutsche Stromnetz. Zudem führt es zu Mehrkosten in einer Größenordnung von 95 Millionen Euro pro Jahr. Die Verdrängung von Pumpspeicherwerken durch Gaskraftwerke verringert die Flexibilität und Sicherheit des Stromsystems. Dies sind die zentralen Ergebnisse der dena-Studie zu den Konsequenzen von  Netznutzungsentgelte für Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland.

Seit Anfang 2008 sind Betreiber von Pumpspeicherwerken verpflichtet, Netznutzungsentgelte an die Netzbetreiber zu entrichten. Mit dieser Neuregelung sollten die Stromkosten gesenkt werden. Die dena hat in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München und im Auftrag der Vattenfall Europe AG untersucht, welche Folgen die Erhebung der Nutzungsentgelte für die Wirtschaftlichkeit von Pumpspeicherkraftwerken hat. Darüber hinaus geht die Untersuchung der Frage nach, wie sich diese Regelung auf die System- und Versorgungssicherheit des Stromnetzes auswirkt.

Bleibt die derzeitige Regelung bestehen, steigt die Wahrscheinlichkeit das Strom aus Windkraftanlagen verloren geht, da nicht genügend Speicherkapazitäten vorhanden sind. Pumpspeicherkraftwerke eignen sich besonders gut zur Speicherung überschüssigen Stroms. Zudem stärken sie die Netzsicherheit, da sie bei einem flächendeckenden Stromausfall unabhängig vom Netz gestartet werden können.

Analyse: Kraftwerks- und Netzplanung in Deutschland 2020

Die dena hat ihre „Kurzanalyse der Kraftwerksplanung in Deutschland bis 2020“ im Herbst 2009 aktualisiert. Demnach droht Deutschland weiterhin eine Effizienzlücke, da die Investitionen in moderne fossil befeuerte Kraftwerke nicht ausreichen, um im Jahr 2020 die Jahreshöchstlast sicher, risikoarm, günstig und nachhaltig decken zu können.
Bei sinkender Stromnachfrage beträgt die für das Jahr 2020 errechnete Effizienzlücke rund 10.600 MW, bei konstanter Stromnachfrage rund 14.200 MW.

Im Vergleich zum Frühjahr 2008 haben sich die Aussichten für den Bau neuer fossil befeuerter Kraftwerke weiter verschlechtert. Außerdem zeigt die dena-Studie auf, dass vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung des Ausbaus der Kraft-Wärme-Kopplung ihr Anteil an der Stromerzeugung bis 2020 voraussichtlich nicht auf 25 Prozent erhöht wird.

Bau hocheffizienter Kraftwerke ist notwendig.

Die dena hat untersucht, welche Kraftwerksneubauten bis 2020 in Deutschland geplant sind, wie wahrscheinlich deren Realisierung ist, wie sich die Stromnachfrage und die daraus resultierende Höchstlast entwickeln werden und welche gesicherte Kraftwerksleistung zur Verfügung steht, um diese Höchstlast zu decken. Dabei wurden ein Szenario „sinkender Strombedarf“ und ein Szenario „konstanter Strombedarf“ berücksichtigt.

Werden keine weiteren hocheffizienten neuen Kraftwerke gebaut, so müssen zukünftig ineffiziente fossile Kraftwerke mit hohem CO2-Ausstoß länger in Betrieb bleiben. Kraftwerksbetreiber müssen mehr Emissionszertifikate kaufen, das Angebot an Strom bleibt knapp und die Strompreise steigen. Der Import von Strom aus dem Ausland bietet keine Alternative, da die Kapazitäten in Europa nicht ausreichen, um die Nachfrage in Deutschland zu decken.

Um eine Effizienzlücke zu vermeiden, müssen flexible und intelligente Lösungen für ein Energiesystem im Wandel gefunden werden. Dazu zählen:

  • Bereitstellung eines sicheren und kostengünstigen Kraftwerksparks auf der Basis eines effizienten Zusammenspiels zentraler und dezentraler Erzeugungstechnologien,
  • Zubau hocheffizienter fossil befeuerter Kraftwerke, Intensivierung des KWK-Ausbaus und Sicherstellung des Ausbaus der erneuerbaren Energien,
  • Ausbau der Kapazität im Verbundnetz für den Stromtransport vom Norden in die Lastzentren im Süden,
  • Lastmanagement und Speicher: Flexibilisierung des Energiesystems infolge einer zunehmenden zeitlichen Entkopplung von Stromerzeugung und Stromnachfrage,
  • Nutzung neuer Technologien in Verbindung mit Smart Meter/Smart Grids zur nachfrage- und angebotsseitigen Systemoptimierung.

Dokumente zum Projekt:

dena-Netzstudie I: Netzausbau zur Integration erneuerbarer Energien

Zentrales Ziel der dena-Netzstudie I war die Entwicklung von Strategien für die Integration regenerativer Energieträger in die Stromversorgung. Die dena-Netzstudie I präsentiert Maßnahmen, mit denen ein Anteil von 20 Prozent der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland zwischen 2015 und 2020 erreichbar ist.

Die Endfassung der Studie „Energiewirtschaftliche Planung für die Netzintegration von Windenergie in Deutschland an Land und Offshore bis zum Jahr 2020“ (dena-Netzstudie I) wurde im Februar 2005 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit der Studie wurden Strategien für die verstärkte Nutzung regenerativer Energieträger und ihre Auswirkungen auf das Verbundsystem bis zum Jahr 2015 entwickelt. Schwerpunkt ist die Integration der im Jahr 2015 zu erwartenden Windkraftleistung an Land und auf See. Die dena-Netzstudie I ermöglicht eine grundlegende, langfristige energiewirtschaftliche Planung.

Die Ergebnisse zeigen, dass das von der Bundesregierung geplante Ziel eines Anteils von mindestens 20 Prozent der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland zwischen 2015 und 2020 erreichbar ist. Voraussetzung dafür ist jedoch die Umsetzung der in der Studie aufgezeigten Maßnahmen in Hinblick auf die Weiterentwicklung des Stromversorgungssystems.

Die dena beauftragte für die Studienerstellung ein Konsortium unter der Leitung von Prof. Dr. Walter Schulz vom Energiewirtschaftlichen Institut der Universität Köln. Die Zwischen- und Endergebnisse wurden darüber hinaus von den externen Sachverständigen Prof. Dr. Jürgen Schmid vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik in Kassel und Dr. Martin Schmieg von der DIgSILENT GmbH in Gomaringen überprüft.

Zur Projektwebseite:
www.offshore-wind.de Externer Link

Dokumente zum Projekt:

Repräsentative Bevölkerungsumfrage: Energieeffizienz im Strombereich

Über 70 Prozent der Befragten geben an, dass der effiziente Umgang mit Strom im Haushalt für sie eine hohe oder sehr hohe Bedeutung hat. Gleichzeitig fühlt sich die Hälfte nur durchschnittlich oder unzureichend über Einsparmöglichkeiten informiert. Dies zeigt eine von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz in Auftrag gegebene repräsentative Bevölkerungsumfrage.

Umfrage zu Energieeffizienz bei Entscheidungsträgern aus Unternehmen in Industrie und Gewerbe

Nach der repräsentativen Umfrage der dena im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz haben zwar bereits 80 Prozent der Unternehmen in den letzten Jahren Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ergriffen. Allerdings sind dabei wichtige Technologiebereiche noch immer nicht erschlossen worden.
Laut Umfrage erzielten rund 60 Prozent der Unternehmen, die ihre Energiekosten benennen konnten, mit ihren Effizienzmaßnahmen Einsparungen von über 25.000 Euro pro Jahr. Auf die Frage, in welchen Technologiebereichen bisher Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt wurden, nannten die Unternehmen am häufigsten Produktionstechnik (25 Prozent), Wärmetechnik (22 Prozent) und Beleuchtung (15 Prozent). Wenig Aufmerksamkeit fanden hingegen Querschnittstechnologien wie Druckluft, Antriebe oder Pumpensysteme. Hier können die Unternehmen jedoch Energieeinsparungen von bis zu 50 Prozent erzielen.


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