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Kyoto bewegt die Welt: Russland könnte - nach eigener Schätzung - zwischen 40 und 50 Prozent seines Energieverbrauchs einsparen. China ist ebenfalls erste Adresse für Energieeffizienz und erneuerbare Energien: 2015 erfolgen hier rund 50 Prozent der weltweiten Bautätigkeit.
Von Anfang an hat die dena grenzüberschreitend agiert und sich mit vielseitigen Aktivitäten einen Namen gemacht: ob beim Energiegipfel im Berliner Bundeskanzleramt, als Mitglied im europäischen Labelling-Committee oder bei Regierungsgesprächen in ihren Schwerpunktregionen Russland, Zentralasien, dem Kaukasus, China und Brasilien. Hier kooperiert die dena zudem im Capacity Building sowie bei der Entwicklung von nachhaltigen Pilotprojekten.
Ziel der dena ist dabei jeweils der Aufbau bilateraler Kooperationen in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Klimaschutz. Der Know-how-Transfer soll vertieft werden, damit die Regierungen Wege und Instrumente finden, ihr Wachstum nachhaltig zu gestalten und die deutsche Wirtschaft neue Exportmärkte für Energieeffizienzprodukte und Dienstleistungen erschließen kann.
Gezielte Unterstützung leistet die dena auch bei der Umsetzung der Kyoto-Mechanismen Joint Implementation (JI) und Clean Development Mechanism (CDM) in Russland, in Ost- und Südeuropa, im Kaukasus und in Zentralasien. Hier lassen sich sowohl für deutsche Unternehmen als auch für Schwellen- und Entwicklungsländer große Potenziale erschließen.

Nach der Vertragsunterzeichnung im Rahmen der Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen im Juli 2009 in Schloss Schleißheim bei München hat die Arbeit der Russisch-Deutschen Energie-Agentur (rudea) zügig begonnen. Das Büro der rudea ist im Haus der Deutschen Wirtschaft im Zentrum Moskaus angesiedelt. Ende 2009 waren bereits 15 Mitarbeiter in der rudea aktiv, um die in Auftrag befindlichen Projekte zu bearbeiten – Projekte, die von deutscher und insbesondere von russischer Seite an die rudea vergeben wurden.
Die rudea stößt in Russland auf großes Interesse. Die russischen Regionen müssen Energieeffizienzpläne mit konkreten Maßnahmen entwickeln, um das für das Jahr 2020 geplante Effizienzziel zu erreichen. Viele Regionen haben die rudea damit beauftragt, diese Pläne zu erarbeiten. Von deutscher Seite wurden Projekte in den Bereichen Biomassenutzung, energetische Gebäudesanierung und Einführung von Contracting in die russische Energiewirtschaft in Auftrag gegeben. Zusammen mit deutschen Firmen werden konkrete Projekte entwickelt und umgesetzt, zum Beispiel in Jekaterinburg. Die erste Aufsichtsratssitzung der rudea wird Anfang 2010 in Moskau stattfinden.
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Im Auftrag des Bundesumweltministeriums führte die dena am 15. und 16. Juli 2009 in Duschanbe zwei Capacity Building- Seminare zum Aufbau einer Designated National Authority (DNA) sowie zu Projektmöglichkeiten unter dem Clean Development Mechanism (CDM) durch. Sie wurden in Kooperation mit dem tadschikischen Climate Change & Ozone Center organisiert. Mehr... ![]()
Im Rahmen der deutschen Erdbebenhilfe für die im Jahr 2008 vom Erdbeben schwer getroffene chinesische Provinz Sichuan hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier der chinesischen Regierung den Bau von acht Schulen zugesagt. Die dena wird sich an dem Neubau einer Grundschule beteiligen. Im zweiten Quartal 2009 wurden die Gespräche mit chinesischen Bauträgern und einem Partner aus der Privatwirtschaft intensiviert. Dabei wurde ein Bauprojekt in der vom Beben am schwersten betroffenen Stadt Mianyang ausgewählt, das als energieeffizienter Neubau umgesetzt werden soll.